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Experteninterview: E-Commerce Trends – von Virtual Reality bis Social Commerce

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Shopware ist mit über 100.000 zufriedenen Kunden einer der führenden Shopsystem Anbieter in Deutschland. Die Mission des Unternehmens lautet: Händlern mit flexiblen und zukunftsweisenden E-Commerce Lösungen die Freiheit geben, ihre Wachstumspotenziale schnell und einfach zu entfalten. Dies beinhaltet unter anderem, stets die neuesten Entwicklungen im E-Commerce auf dem Radar zu haben. Wir haben nachgefragt, wie die E-Commerce Trends 2022 aussehen und Patrick Büngener von Shopware hat uns als Experte Rede und Antwort gestanden.

Pickware: Lieber Patrick, möchtest du kurz erzählen, was deine Aufgaben bei Shopware sind und wie lange du schon Teil des Unternehmens bist?

Patrick: Ich bin als Partnermanager BeNeLux bei der Shopware AG tätig und berate und betreue unsere Kunden bezüglich gemeinsamer Projekte. Mittlerweile bin ich 4 ½ Jahre dabei.

In den letzten Jahren zählten Augmented und Virtual Reality zu den Top Trends im E-Commerce. Glaubst du, diese Themen sind in 2022 weiterhin relevant oder ist der Hype eher schon vorüber?

Ich denke, dass die Technologie rund um VR noch am Anfang ihres Lebenszyklus steht und durch eine höhere Nachfrage verschiedene Technologien auch noch kostengünstiger angeboten werden können. In Zeiten der Corona-Pandemie ist wieder häufiger nach diesem Trend gefragt worden, speziell in bestimmten Branchen wie der Möbelindustrie, wo beispielsweise virtuelle Showrooms und ähnliches ein Thema sind. Ich sehe eine reelle Chance, dass VR sich in bestimmten Branchen durchsetzen kann, da die Technologie zu einer besseren Customer Journey beiträgt und sie eine umfangreiche visuelle Beratung der Kunden ermöglicht. Es verbessert sich damit nicht nur das Kundenerlebnis, die Kunden sind aufgrund der Beratungsqualität sogar bereit, mehr für das Produkt zu bezahlen. Die Händler können außerdem ihre Retourenquote senken.

Du hast die Corona-Pandemie bereits angesprochen. Welche Trends sind im vergangenen Jahr insbesondere für Shopware relevant geworden?

Im vergangenen Jahr haben wir viele Anfragen zu Omnichannel-Konzepten erhalten. Die Händler stellten sich immer wieder die Frage: Wie kann ich meine Produkte auf genau den Verkaufskanälen anbieten, über die ich meine Zielgruppe aktuell am besten erreiche? Diese Frage stellen sich besonders B2B-Händler, die ihre Produkte direkt an Endkunden vertreiben möchten. Aber auch Händler, die ihr stationäres Ladengeschäft clever mit dem Onlineshop verknüpfen wollen – zum Beispiel mit „Click & Collect“ – sind an uns herangetreten.



Mit Social Commerce wurde ein Weg geschaffen, eine verbesserte persönliche Beziehung zum Kunden und eine aktive Beteiligung der Community zu realisieren. Sollten Onlinehändler Social Shopping zukünftig in ihr Portfolio aufnehmen?

Das hängt stark von den jeweiligen Produkten oder Services sowie dem Geschäftsmodell und der Zielgruppe des Händlers ab. Wenn sich die Zielgruppe intensiv auf Social Media bewegt und dort von Produkten inspirieren lässt, dann ist Social Shopping im Portfolio wahrscheinlich sinnvoll. Aber gerade hier können Händler auch versuchen, sich abzuheben und stattdessen auf anderen Wegen persönliche Beziehungen zur Zielgruppe aufbauen. Allgemein betrachtet ist es klug, eine Omnichannel-Strategie anhand der genannten Faktoren aufzubauen und für sich selbst zu evaluieren, welche Kanäle Potenzial haben.

Welche Möglichkeiten könnten sich für Onlinehändler durch die Integration von Social Commerce ergeben?

Im Rahmen von Social Commerce ist vor allem der Aufbau einer stärkeren, persönlichen Bindung zu Bestandskunden im Fokus. Die Neukundengewinnung ist gerade auf Social Media jedoch ebenfalls häufig erfolgversprechend. Kunden, die über diese Plattformen auf ein Produkt stoßen, kaufen meist intuitiver. Sie überlegen nicht so lange und sind emotional beeinflusst. Sobald du es als Händler schaffst, mit gutem Content und sinnvoller Platzierung deiner Produkte eine aktive Community zu etablieren, bist du auf dem Weg zu einer richtig guten Marke. Ein erhöhter Absatz ist dann definitiv eine langfristige Folge davon.

Social Commerce ist Teil eines Ansatzes, der schon seit vielen Jahren im E-Commerce diskutiert wird und den du nun auch schon angesprochen hast: Omnichannel. Woher kommt die Tendenz hin zu einem kanalübergreifenden Geschäftsmodell?

Die Tendenz kommt vom Menschen selbst und geht mit dem veränderten Kaufverhalten vieler Verbraucher einher. Das Kaufverhalten ist nämlich deutlich vielschichtiger und komplexer geworden. So beginnt zum Beispiel jemand den Kaufprozess auf einem Kanal und schließt diesen auf einem komplett anderen Kanal ab. Um jetzt und zukünftig weiterhin die Zielgruppe zu erreichen, müssen Händler alle relevanten Kanäle berücksichtigen und neue Wege gehen.

Welche Faktoren machen einen erfolgreichen Omnichannel-Ansatz aus?

Zum einen muss die technische Grundlage passen, sodass Händler ihre Produkte flexibel auf verschiedenen aktuellen und zukünftigen Verkaufskanälen nahtlos anbieten und verkaufen können. Die Kunden müssen stets auf eine gleichwertige Kauferfahrung stoßen, die sie beim Einkauf bestmöglich unterstützt. Sowohl technisch als auch in Bezug auf das Marketing sollten die verschiedenen Verkaufskanäle aufeinander abgestimmt sein, damit Händler ihre Kunden in keiner Phase der Customer Journey verlieren. Es reicht also nicht, nur die Kanäle mit Produkten zu füllen, alles muss miteinander verknüpft sein.

Wie sieht deiner Meinung nach die nächste wichtige Innovation im E-Commerce aus?

Ich denke, dass die CO₂-freie Transformation in der Gesamtwirtschaft auch im E-Commerce viele neue Innovationen hervorbringen wird. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten sowie Unternehmen ist enorm gestiegen. Das ist gut so! Denn hierdurch werden kommerzielle Ziele nachhaltig. Ohne konkret eine Innovation zu nennen, denke ich, dass sich im E-Commerce einiges in den Bereichen Logistik, Verpackung, Retoure usw. tun wird.

Neben einem nachhaltigeren E-Commerce sehe ich in Zukunft vor allem auch das Thema Live Commerce als Trend. Ich gehe davon aus, dass verschiedene Formen von Live Commerce, wie das Verkaufen im Rahmen eines Livestreaming Events oder Live Auktionen, sich kurzfristig im E-Commerce festigen werden.

Lieber Patrick, wir bedanken uns für das Interview.


So holst du das Beste aus deinen Sale-Aktionen heraus

sale-vorbereitung-quadratisch Sale-Aktionen sind beliebt und im Laufe des Jahres tun sich immer wieder geeignete Anlässe auf, um deinen Kunden einen Ausverkauf anzubieten. Abgesehen von den klassischen saisonalen Events wie Weihnachten und Ostern sind vor allem der Sommer- und Winterschlussverkauf bekannt. Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren weitere Trends zu uns nach Deutschland übergeschwappt, die nun als Feiertage im E-Commerce gelten und für vermehrten Traffic sorgen: Der Black Weekend Sale inklusive Black Friday und Cyber Monday, der traditionell am Wochenende nach Thanksgiving stattfindet, sowie der Singles-Day, der aus dem asiatischen Raum kommt und am 11. November gefeiert wird.

Letztere Events gelten als besonders umsatzstark und läuten den Beginn des Weihnachtsgeschäfts ein. Wer sich das als Onlinehändler zu Nutze machen möchte, sollte gut vorbereitet und ab November auf ein erhöhtes Kaufvolumen eingestellt sein, um das volle Potenzial aus den Aktionen herauszuholen. Wir haben unsere Kunden gefragt, wie sie sich auf Sales vorbereiten und geben dir darüber hinaus einige Tipps an die Hand, wie du deinen Sale zum Erfolg machst und auch zu verkaufsstarken Zeiten flexibel bist.

Starte lieber zu früh als zu spät mit der Planung eines Sales

Auch wenn der Sale noch weit in der Zukunft liegt, solltest du dich frühzeitig darauf vorbereiten. Die Organisation beginnt bestenfalls damit, dass du dir überlegst, was dein Ausverkauf umfassen soll. Fokussierst du dich auf ausgewählte Produkte in deinem Shop, bietest du praktische Bundles an oder lockst du deine Kunden mit einem Rabatt über das komplette Sortiment? Ein Sale ist immer auch eine Möglichkeit, Neukunden für sich zu gewinnen, die deine Produkte zunächst zum kleinen Preis testen möchten. In dem Fall kannst du ein Einsteigerprodukt vergünstigt anbieten. Möchtest du dich lieber auf Bestandskunden fokussieren? Dann rabattiere Nachfüllsets oder Aufbauprodukte beziehungsweise deine am häufigsten verkauften Artikel.

“Wir geben Preisvorteile gerne an unsere Kunden weiter. Oft sind es daher spezielle Produkte, die in den Sale wandern. Aber es können auch mal mehrere Artikel eines Herstellers sein, die zeitweise rabattiert sind. Bei saisonalen Sales, z. B. Sommersale, verzichten wir weitestgehend darauf, bestimmte Artikel herauszustellen, sondern lassen die Nutzer*innen via Kategorie-Ebene durch die rabattierten Artikel navigieren. Letztlich bildet die Basis eines erfolgreichen Sales immer der jeweilige Artikel. Ist dieser pickware_sale_grundstoff_logo– nicht nur in Bezug auf den Preis – als Gesamtpaket attraktiv, stimmt auch die Nachfrage.”
Nico Leschhorn, Grundstoff

Es ist wahrscheinlich unklug, deinen kompletten Warenbestand innerhalb weniger Tage zum Schnäppchenpreis abzuverkaufen. Finde daher ein gutes Mittelmaß und stelle sicher, dass dein Lager nicht beispielsweise kurz vor Weihnachten restlos leergeräumt ist. Von Fake-Angeboten solltest du Abstand nehmen. Wer seine Produkte zu einem vermeintlich günstigeren Preis verkauft, obwohl der Originalpreis derselbe ist, fliegt früher oder später auf. Der Image-Schaden ist meist nicht mehr zu bereinigen.

Bereite nicht nur deinen Onlineshop vor

Hast du festgelegt, welche Art von Sale es werden wird, solltest du dein Lager vorbereiten. Kalkuliere, mit welchem Absatz du während deiner Aktion rechnest und bestelle entsprechend bei deinen Herstellern. Dein System sollte dir hierbei Hilfestellung leisten. Pickware ERP liefert dir beispielsweise eine Bestandsübersicht sowie den von dir festgelegten Meldebestand und den voraussichtlichen Bedarf unter Berücksichtigung schon vermerkter Verkäufe. Damit funktioniert nicht nur deine alltägliche Bedarfsplanung optimal, sondern du kannst auf dieser Basis auch deine für den Sale benötigten Mengen berechnen. Bestelle mit genug Vorlauf, um Lieferengpässe zu vermeiden.

Ist das Lager gut gefüllt, stehen die internen Prozesse an. Wappne sowohl dein System als auch deine Mitarbeiter für den Ansturm. Weder eine überforderte Webseite noch zu spät oder falsch ausgelieferte Produkte sind im Rahmen eines Sales die gute Werbung, die du dir uns erhoffst. Es kann sinnvoll sein, dein Personal im Lager und Versand für den Zeitraum des Sales aufzustocken – deine Pickware WMS Lizenzen kannst du ebenfalls jederzeit aufstocken, damit deine Mitarbeiter zeitgleich arbeiten können.

“Die Lagerbestandsplanung steht für uns vor einem wichtigen Sale an erster Stelle, damit das Lager auch voll ist und über den Sale die Artikel nicht ausgehen.
In Bezug auf den Kundenservice wird darauf geachtet, die Prozesse intern so einfach wie möglich zu halten und effizient zu arbeiten, pickware_sale_koesmetik_logowenn ein großer Ansturm erfolgt.”
Jan Philipps, KÖsmetik

Vergiss nicht: Gegebenenfalls bringt dein Ausverkauf auch erhöhte Retouren mit sich, die es abzuwickeln gilt. Auch hier bietet es sich an, über genügend WMS Power zu verfügen und sich zusätzlich die eigenen Rückgaberichtlinien im Voraus nochmals genau anzusehen. Biete – wenn das sinnvoll ist – Sonderbedingungen in Bezug auf den Versand an, falls du diesen während des Aktionszeitraums beispielsweise kostenlos anbieten möchtest. Falls doch mal etwas schiefläuft, kannst du das häufig mit einem guten Support wieder gut machen – sei darauf also ebenfalls vorbereitet!

“Wir versuchen mögliche Spitzen vorab personell einzuplanen und abzufangen. Meist gelingt dies gut, aber es gab auch schon Phasen, in denen wir aus verschiedenen Gründen mit dem Aufkommen zu kämpfen hatten und dann besondere Maßnahmen, wie ein stark priorisierter Pick- und Versandprozess nötig waren. Bei besonders häufig bestellten Sale-Artikeln unterstützen uns die Pickfilter in der Pickware WMS Versand App, pickware_sale_grundstoff_logo die auf das jeweilige Produkt ausgerichtet sind und den Prozess beschleunigen.”
Nico Leschhorn, Grundstoff

Mach auf deine Aktion aufmerksam!

Wenn du die Grundpfeiler des Sales festgezurrt hast, gilt es die Bewerbung der Aktion ins Auge zufassen. Überlege dir, wann du die Sale-Vorteile kommunizieren willst. Oft ist es sinnvoll, nicht direkt alle Details preiszugeben, sondern “Warm-up”-Mails zu versenden. Diese weisen auf den Ausverkauf hin, benennen aber die Konditionen noch nicht explizit. Wenn du daraufhin 2–3 Tage vor der Sale-Aktion eine weitere Ankündigung und mehr Details zu den rabattierten Produkten versendest, verhinderst du, dass die Kunden ihren Einkauf in deinem Onlineshop aufgrund des Sales hinauszögern. Diese Verzögerung bewirkt eine Umsatzflaute vor dem Ausverkauf und kann im Rahmen dessen schlimmstenfalls zu Lieferengpässen führen.

Nutze möglichst alle deine Kanäle zur Bewerbung deiner Rabattaktion. Achte jedoch darauf, dass du dein Publikum differenziert ansprichst und die Inhalte spannend gestaltest. Du kannst deinen Newsletter-Abonnenten beispielsweise einen weiteren Rabattcode zur Verfügung stellen, den sie zusätzlich zum Sale anwenden können. Nutze den Überraschungseffekt! Nur so hebst du dich von anderen Onlinehändlern ab.

“Je größer und wichtiger die Aktion für uns ist, desto größer ist auch der Zeitaufwand und die Planung im Vorhinein. Wir bieten Sales besonders zu Feiertagen wie Neujahr oder Weihnachten an und sie funktionieren super, um den Umsatz kurzfristig anzukurbeln. Pickware ERP sowie Pickware WMS unterstützen uns bei der Umsetzung unserer Aktionen. Wir sind jedoch auch der Meinung, dass sich pickware_sale_koesmetik_logozu viele Sales negativ auf die Preispolitik auswirken.”
Jan Philipps, KÖsmetik

Und... fühlst du dich nun bereit für deinen Sale? Dann ran an die Vorbereitungen!

Wenn du deine Warenwirtschaft erst noch auf Vordermann bringen möchtest, lohnt es sich, zum Black Weekend im Store vorbeizuschauen:

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Experteninterview: Erfolgreich mit dem Shopsystem Shopware durchstarten

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Shopware ist mit über 100.000 zufriedenen Kunden einer der führenden Anbieter von Shopsystemen in Deutschland. Du bist also mit der E-Commerce Lösung von Shopware bestens ausgerüstet, um mit deinem Onlineshop durchzustarten. Da es als E-Commerce Anfänger einiges für dich zu beachten gilt, haben wir bei Shopware nachgefragt, worauf es ankommt. Als Expertin beantwortet uns Lena Hellmeister aus dem Shopware Sales Team die wichtigsten Fragen, die es rund um die Einrichtung des Shopsystems Shopware zu beachten gilt.

Pickware: Vorab kurz zu dir, Lena. Was sind deine Aufgaben bei Shopware und wie lange bist du schon dort?

Lena: Ich bin als Key Account Manager Technologie Partner bei der Shopware AG tätig. Dabei sorge ich dafür, dass alle gemeinsamen E-Commerce Projekte erfolgreich ablaufen. Ich mache das seit knapp zweieinhalb Jahren.

Was sind für mich als Onlinehändler Voraussetzungen und erste Schritte, um meinen Shopware Onlineshop einzurichten?

Bevor du als Händler mit Shopware durchstartest, solltest du dir vorab über einige grundlegende, prozessuale Fragestellungen im Klaren sein. Dazu empfehlen wir dir, einen Blick auf bereits im Einsatz befindliche Systeme, auf die bestehende IT-Infrastruktur und auf die vorhandenen Schnittstellen zu werfen. Als Händler solltest du dir darüber bewusst sein, welche Drittsysteme benötigt werden und auf welche Abhängigkeiten geachtet werden muss. Wenn du dich mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigst, hast du bereits ein viel klareres Anforderungsprofil, an dem du dich bei der Einrichtung orientieren kannst – und dein Onlineshop ist zum Greifen nah!

Was sind die größten “Stolpersteine” auf dem Weg zum fertigen Onlineshop?

Viele Anbieter von E-Commerce Software erschweren Nutzern den Weg zum fertigen Onlineshop dadurch, dass Anbindungen komplex, langwierig und teuer sind. Deshalb bieten wir von Shopware unseren Kunden einen möglichst einfachen Start ihres eigenen Onlineshops, indem wir zum Beispiel die Anbindung unseres Shopsystems in eine bestehende Prozesslandschaft reibungslos ermöglichen.



Ein weiteres großes Hindernis liegt häufig in der mangelnden Anpassungsfähigkeit vieler Shopsysteme an sich ändernde Anforderungen nach Launch des Shops. Aus Erfahrung wissen wir, dass oftmals erst zu einem späteren Zeitpunkt, während des laufenden Betriebes und bei anhaltendem Wachstum des Onlineshops neue Anforderungen entstehen, denen die bisher verwendete Shopsoftware in der Regel nicht mehr gerecht werden kann. Es folgt nicht selten ein Knick in der Wachstumsphase – bedingt durch ein zeit- und kostenintensives Migrationsprojekt auf ein flexibleres E-Commerce-System. Mit einer Technologie, die es ermöglicht, den kompletten Wachstumspfad zu beschreiten, haben wir auch hier eine Lösung geschaffen.

Welche Rolle spielt die Anbindung von anderen Verkaufskanälen wie Marktplätzen, sozialen Kanälen und Ladengeschäften?

In unserer vernetzten Welt nimmt die Zahl der internetfähigen Geräte, die uns zur Verfügung stehen, rasant zu. Gleichzeitig gibt es heute eine hohe Vielfalt an unterschiedlichen Verkaufskanälen. Diesem Nutzungsverhalten haben wir uns spätestens mit der Entwicklung von Shopware 6 vollständig angepasst. Über deine Shopware Administration hast du als Händler daher die Möglichkeit, nicht nur deinen klassischen Onlineshop, sondern völlig unterschiedliche Verkaufskanäle zu bedienen.

Ein Verkaufskanal kann beispielsweise eine Marktplatz-Anbindung, eine Integration in eine App, ein Blog oder andere Drittsysteme wie Facebook und Instagram sein. Dabei bleibt Shopware auch bei der Nutzung vieler verschiedener Verkaufskanäle stets das führende System. Die Shopware Umgebung dient dir also als zentrale Basis, in der Produktdaten, Bestellungen, Mediadaten und weiterer Content verwaltet und in den verschiedenen definierten Kanälen berücksichtigt werden. Unser Ziel ist es, dich bestmöglich dabei zu unterstützen, deine Marke und deine Produkte auf den unterschiedlichen Verkaufskanälen für verschiedenste Kundengruppen erlebbar und verfügbar zu machen.

Wie kann ich mich als Händler mit der Shopware Community vernetzen und beispielsweise mit anderen Händlern über ihre Erfahrungen austauschen?

Als Anbieter von Open-Source-Software haben wir naturgemäß großes Interesse an einem engen Austausch mit unserer Community. Um diesen zu gewährleisten, pflegen wir die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle. Dazu zählen etwa unser Developer Slack Channel, Facebook Gruppen, Twitter Accounts oder das Shopware Forum. Hier ist die Community aktiv und kann sich austauschen. Aber auch unsere Events, etwa der Shopware Community Day oder spezielle Meetups, eignen sich perfekt zu diesem Zweck.

Gibt es besonders für mich als E-Commerce Einsteiger empfehlenswerte Plugins für meinen Shopware Shop?

Das können wir dir leider nicht pauschal beantworten, da mit derzeit 3.500 Plugins eine große Zahl an Erweiterungen zur Verfügung steht, die für jedes Geschäftsmodell eine andere Relevanz haben können. Was wir dir aber empfehlen, ist den Shopware Store als Anlaufstelle zu nutzen. Hier kannst du die große Vielfalt der Funktionen entdecken, die ganz individuelle Business-Cases ermöglichen. Der API-First-Ansatz von Shopware 6 erlaubt es außerdem, noch nicht existente Schnittstellen zu implementieren. Gerne beraten wir dich auch persönlich zu deinem Onlineshop und stehen dir für alle deine Fragen zur Verfügung.

Vielen Dank, liebe Lena, für das Interview.


Leitfaden: Auswahl der richtigen Warenwirtschaft Teil 3

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Im letzten Teil unseres dreiteiligen Leitfadens gehen wir auf die Spezialisierung von Warenwirtschaftssystemen ein. Wir zeigen auf, dass Systeme, die ursprünglich für den Offlinehandel entwickelt wurden, andere Anforderungen abdecken als solche, die besonders auf den Onlinehandel zugeschnitten sind. Vor allem für Onlineshop Einsteiger und solche, die primär im Offline-Business zu Hause sind, kann dieses Hintergrundwissen von Nutzen sein. Damit verknüpft ist auch die mögliche Unterstützung durch eine Agentur und, wie man überhaupt die passende Agentur findet.

Du hast den Anfang verpasst? Starte mit Teil 1 des Leitfadens: Auswahl der richtigen Warenwirtschaft.

Auf welche Schwerpunkte von Warenwirtschaftssystemen sollte ich Wert legen?

Welche Funktionen eine Warenwirtschaft erfüllen muss, wird davon bestimmt, in welchem Bereich die WaWi eingesetzt werden soll. Daher haben sich verschiedene Warenwirtschaftssysteme auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisiert, um die Planung, Steuerung und Kontrolle der Warenströme optimal abzubilden. Die Wahl einer WaWi ist abhängig von der Branche (zum Beispiel Lebensmittel, Kleidung, Elektronik, Heimbedarf), den Vertriebswegen (Einzel-, Groß- und Onlinehandel) sowie dem Sortiment (Kern-, Voll- und Spezialsortiment).

Ist eine WaWi auf den Vertrieb von Kleidung in Warenhäusern wie Karstadt oder Galeria Kaufhof spezialisiert, hat sie möglicherweise Schwächen im Onlinevertrieb, beziehungsweise im B2C-Vertrieb im Allgemeinen. Meistens decken WaWis einige bestimmte Anforderungen besonders gut ab und haben Schwächen an anderen Stellen. Informiere dich daher, wo die Kernkompetenz der WaWi liegt, die für dich in Frage kommt.

Warenwirtschaftssysteme, die auf den Onlinehandel spezialisiert sind, bilden in der Regel sehr gut die dort vorherrschenden Prozesse und Anforderungen ab. Rasche Bestellabwicklung, verschiedene Arten der Kommissionierung, Wegeoptimierung, Versandprozesse, Retourenmanagement sind beispielsweise essenzielle Grundfunktionen, die spezialisierte E-Commerce WaWis abdecken (sollten) und die in WaWis ohne Fokus auf den Onlinehandel häufig fehlen oder kompliziert abgebildet sind.

Prüfe also kritisch, ob die WaWis, die für dich in Frage kommen, alle Anforderungen abdecken, die du für deinen Onlinehandel und gegebenenfalls für die Kombination von Onlinehandel und Ladengeschäft benötigst.

Brauche ich Unterstützung durch eine Agentur?

pickware-partner-badgeSowohl bei der Auswahl einer WaWi als auch bei der Implementierung kann es hilfreich sein, auf eine Agentur zurückzugreifen, die dich beim Aufsetzen des Onlineshops und der Warenwirtschaft bestmöglich unterstützt. Empfehlenswert ist es, eine Agentur auszusuchen, die sich mit dem gewählten Warenwirtschaftssystem auskennt und Erfahrung mitbringt. Auch ein Blick auf die Referenzen kann Aufschluss darüber geben, ob die Agentur schon ähnliche Projekte – zum Beispiel in der gleichen Branche – umgesetzt hat. Viele WaWi Anbieter veröffentlichen dazu eine Partnerliste.

Bei Pickware führen wir regelmäßige Pickware Partner Trainings durch. Nach Abschluss des Trainings bekommen die teilnehmenden Agenturen ein Zertifikat und sind offizielle Pickware Partner Agenturen. Zusätzlich ist es natürlich wichtig, dass das Vertrauensverhältnis gegeben ist und du dich gut beraten und aufgehoben fühlst.

Mehrere Agenturen für unterschiedliche Aufgaben – Wie wähle ich die richtige Agentur aus?

Wie bei einer WaWi ist auch bei einer Agentur zu bedenken, dass sie möglicherweise nicht alle Anforderungen gleich gut erfüllen kann. Abhängig von deinen Bedürfnissen ist es empfehlenswert, die unterschiedlichen Kompetenzschwerpunkte und Spezialisierungen der Agenturen zu beachten. Bei einer Agentur, die viel Erfahrung im Bereich WaWi mitbringt, die die technische Betreuung und Umsetzung beherrscht und individuelle Programmierungswünsche erfüllt, ist möglicherweise die Expertise im Bereich Content oder SEO weniger gegeben. Im Zweifelsfall ist es daher ratsam, eine weitere Agentur mit der Content- und SEO-Betreuung zu beauftragen.


Mit den Kriterien, Hilfestellungen und Denkanstößen unseres dreiteiligen Leitfadens haben wir dir das Handwerkszeug mitgegeben, das dir die Suche nach einer geeigneten WaWi erleichtern und vereinfachen soll. Sind noch Fragen offen geblieben? Schreibe uns oder ruf uns an – wir freuen uns, dir weiterzuhelfen.


Online Vortrag zur Auswahl deiner Warenwirtschaft

In unserem Online Vortrag von der E-Commerce Week 2021 erfährst du kompakt zusammengefasst, was ein Warenwirtschaftssystem unbedingt leisten muss und wie du als Händler davon profitierst. Hierbei werden Kriterien wie die Eignung für den E-Commerce, die Verbindung zum Shopsystem und anderen Verkaufskanälen, die Skalierbarkeit, mögliche Prozessunterstützung rund um Lager und Versand sowie die Qualität des Hersteller-Supports beleuchtet.


Leitfaden: Auswahl der richtigen Warenwirtschaft Teil 2

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In Teil 1 unseres Leitfadens: Auswahl der richtigen Warenwirtschaft haben wir die ersten grundlegenden Überlegungen zur Auswahl einer Warenwirtschaft vorgestellt. Nun folgen weitere Aspekte, die sich mit Datenkompatibilität, Qualität des Supports sowie Softwarekompatibilität im Allgemeinen beschäftigen.


Wie wichtig sind mir Datenkompatibilität und ein hoher Funktionsumfang?

Die Datenkompatibilität und häufig auch der Funktionsumfang sind in erster Linie eine Frage der Verbindung von Warenwirtschaft und Shopsystem. Bei einer direkt in das Shopsystem integrierten WaWi ist eine kompatible Datenwelt sichergestellt, da die WaWi direkt für dieses spezifische Shopsystem konzipiert, optimiert und programmiert wurde und es auch nur eine Datenbasis gibt. Zudem muss die WaWi nicht mit mehreren Shopsystemen kompatibel sein, sondern ist darauf ausgerichtet, den vollen Funktionsumfang eines bestimmten Systems abzubilden.

Nutzt du zum Beispiel Shopware und ein Warenwirtschaftssystem mit Connector, kann es durchaus sein, dass die WaWi nicht alle Shopware Features, wie Product Streams oder Subshops, unterstützt. Auch bei Artikelvarianten ist es möglich, dass WaWis mit Connector, die Daten, die Shopware zur Verfügung stellt, nicht optimal abbilden können. Eine direkt in Shopware integrierte WaWi hingegen stellt den vollen Funktionsumfang deines Onlineshops ohne Abstriche sicher.

Wie viel Wert lege ich auf guten Support und ein faires Preismodell?

icon-support-pickware Die Qualität des Supports unterscheidet sich in der Softwarebranche häufig stark je nach Anbieter. Ein zentraler Aspekt in deinen Überlegungen zur geeigneten Warenwirtschaft sollte also auch sein, wie wichtig dir ein engagierter und fachlich kompetenter Support ist. Technische Probleme, die du nicht selbst lösen kannst, verursachen teilweise hohe Kosten, da sie dich bei deiner Arbeit aufhalten und im schlimmsten Fall sogar entscheidende Prozesse lahmlegen. Hier spielt also die Erreichbarkeit und technische Kompetenz des Supports eine entscheidende Rolle.

Zur Lösung von technischen Problem bieten Softwarehersteller in der Regel zwei Preismodelle an: Entweder ist der Support mit den monatlichen Kosten bereits abgedeckt oder es wird ein separater Supportvertrag geschlossen. Hierbei werden entweder feste monatliche Kosten vereinbart oder ein Bezahlmodell nach Aufwand. Es ist wichtig, vorab zu prüfen, wer dich bei auftretenden Problemen in welchem Umfang unterstützt und welches Preismodell für dich geeignet ist.

Nicht nur der Support ist ein Kostenfaktor, den es zu bedenken gilt. Einige Anbieter von WaWis arbeiten auch mit nutzungsabhängigen Preismodellen. Sie locken mit niedrigen Einstiegskosten, welche besonders für kleine Onlineshops attraktiv klingen. Später kommen dann aber häufig höhere Kosten auf dich zu, wenn zum Beispiel dein Umsatz oder die Anzahl an Bestellungen steigen – hierbei handelt es sich um umsatzbasierte Bezahlmodelle. Es ist möglich, dass du mehr ausgeben musst, als zu Beginn kalkuliert. Es ist also ratsam, vorab genau zu prüfen, welche Kosten auch bei einem wachsenden Shop zu erwarten sind.

Wie viele Softwareprodukte unterschiedlicher Hersteller möchte ich einsetzen?

In der Regel wird Software ständig weiterentwickelt und verbessert. Gerade Shopware lebt von dieser Dynamik und erweitert den Funktionsumfang des Shopsystems mit jedem Release. Wenn du eine hohe Anzahl von Plugins installierst, müssen für einen einwandfreien Prozessablauf alle Softwareprodukte mit der aktuellsten Shopware Version sowie deiner Warenwirtschaft kompatibel sein. Jedes Plugin birgt bei Updates also ein Risiko bezüglich der Kompatibilität.

Ein weiterer Punkt ist, dass sich Plugins auch untereinander negativ beeinflussen können. So können – bei einer großen Anzahl an Plugins von unterschiedlichen Anbietern – Funktionseinschränkungen die Folge sein.

Ein reibungsloser Ablauf beim Einsatz mehrerer Plugins kann sichergestellt werden, indem du die Anzahl unterschiedlicher Hersteller möglichst gering hältst und dich auf bewährte Plugin-Anbieter konzentrierst oder Plugins des selben Herstellers deiner WaWi wählst.

Welche Vorteile bietet die speziell für Shopware entwickelte Pickware Warenwirtschaft?

  • Alle Daten nach Omnichannel-Konzept in einem System
  • Echtzeitsynchronisation aller Daten
  • Direkte Integration in Shopware (nur eine Datenbank und Benutzeroberfläche)
  • Immer mit der neuesten Shopware Version kompatibel
  • Vollumfänglicher Support im Preis inbegriffen
  • Keine versteckten Kosten
  • Monatlich kündbar
  • Beliebig skalierbar
  • Flexibel erweiterbar
  • Mehr Informationen zu Pickware ERP

Im nächsten Teil dieses Leitfadens gehen wir unter anderem auf den Unterschied zwischen allgemeinen WaWis und auf für den E-Commerce zugeschnittene WaWis ein. Wir erläutern, wie erfahrene Agenturen dabei unterstützen können, Onlineshop und WaWi aufeinander abzustimmen, sodass du mit dem Einsatz deiner WaWi bestmöglich startest.



Leitfaden: Auswahl der richtigen Warenwirtschaft Teil 1

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Jeder Händler kommt früher oder später an den Punkt, an dem es unumgänglich wird, ein Warenwirtschaftssystem einzusetzen. Das Angebot an Warenwirtschaftssystemen ist unüberschaubar, ebenso wie die Informationsflut dazu. Die vielen verschiedenen Systeme haben unterschiedliche Funktionen, Architekturen sowie Schwerpunkte und passen daher besser oder weniger gut zu deinen Bedürfnissen. Im ersten Teil dieses Leitfadens thematisieren wir daher die grundlegenden Anforderungen, insbesondere in Bezug auf Verkaufskanäle, Datenhaltung sowie Echtzeitsynchronisation.

Warenwirtschaft und Shopsystem

Das Zusammenspiel von Warenwirtschaft und Shopsystem ist entscheidend für deinen Erfolg. Denn nicht jede WaWi kann mit jedem Shopsystem problemlos eingesetzt werden. Oftmals ist die Anbindung oder Integration ein grundlegendes Kriterium, damit deine Prozesse später optimal abgebildet werden können. Daher ist es sinnvoll, sich bereits vor der Auswahl eines Shopsystems über die zur Verfügung stehenden Warenwirtschaften zu erkundigen. So können diese Informationen bereits in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Wenn du bereits ein Shopsystem nutzt und nun eine Warenwirtschaft suchst und anbinden möchtest, kannst du entweder aus WaWis wählen, die zu deinem Shopsystem passen oder auch dein Shopsystem wechseln. Zunächst scheint es ein großer Aufwand zu sein, das Shopsystem zu wechseln. Wenn eine WaWi nicht zu deinem Shopsystem passt, jedoch alle Funktionen bietet, damit dein Shop ungehindert wachsen kann, ist es einen zweiten Gedanken wert, bereits in einem frühen Stadium das Shopsystem zu wechseln.

Um die für dich passende WaWi zu finden und die Suche dabei so effizient wie möglich zu gestalten, ist es hilfreich, sich vorher über folgende Punkte klar zu werden:

  • Was sind meine Anforderungen an eine WaWi?
  • Welche Anforderungen sind mir besonders wichtig?
  • Was ist mir weniger wichtig, worauf kann ich verzichten?

Welche Faktoren und Funktionen bei den oben genannten Fragen eine Rolle spielen, erklären wir in diesem mehrteiligen Leitfaden.

Den Auftakt machen Überlegungen zu den Verkaufskanälen, der Datenhaltung und den Vorteilen der Echtzeitsynchronisation. Der zweite Teil dieser Reihe dreht sich um Datenkompatibilität, Qualität des Supports und Softwarekompatibilität.

Welche Verkaufskanäle bediene ich?

Eine deiner ersten Überlegungen sollte sein: Welche Verkaufskanäle sollen mit der WaWi abgedeckt werden? Vor allem zum jetzigen Zeitpunkt, aber auch, wenn der Shop zukünftig erweitert wird. Viele Systeme funktionieren gut, wenn der Shop klein und übersichtlich ist. Wächst der Shop oder die Anzahl der Verkaufskanäle, können einige WaWis allerdings nicht weiter mitwachsen. Das dämpft auf Dauer den Erfolg.

Nicht empfehlenswert ist es, für jeden Kanal ein eigenes Warenwirtschaftssystem zu verwenden, denn das schränkt deine Handlungsfähigkeit ein und sorgt für unnötigen Zeit- sowie Personalaufwand. Alle Daten müssen manuell abgeglichen werden, weil Bestellungen und Lagerbestände auf diese Weise getrennt verwaltet werden.

Bei einem Omnichannel-Konzept eignet sich also ein zentrales Warenwirtschaftssystem, das die Verkäufe aus dem Onlineshop, von Marktplätzen wie beispielsweise Amazon oder eBay und aus deinen Ladengeschäften abbilden kann. So behältst du den Überblick über all deine Kanäle und brauchst dafür lediglich ein einziges System, um ungehindert wachsen zu können und deine Bestände dabei immer im Blick zu haben.

Einfache oder doppelte Datenhaltung?

Im nächsten Schritt stellt sich die Frage nach der Verbindung zwischen Warenwirtschaft und Shopsystem. Es gibt WaWis, die über sogenannte Connectoren an das Shopsystem angebunden sind. Alternativ steht bei einigen Shopsystemen auch eine integrierte Lösung zur Verfügung. Bei Shopware ist es beispielsweise das integrierte Pickware ERP. Der Vorteil eines integrierten ERPs ist, dass dabei keine doppelte Datenhaltung notwendig ist. Alle Daten werden zentral in einem System gepflegt und sind somit auch immer in Echtzeit verfügbar.

Warum Echtzeitsynchronisation?

Viele Warenwirtschaften bieten Connectoren an, damit sie mit möglichst jedem Shopsystem verknüpft werden können. Wenn es für deine gewünschte Kombination von Onlineshop und Warenwirtschaft keinen Connector gibt, bieten auch einige Agenturen eine individuelle Anfertigung an. Connectoren verbinden also unterschiedliche Systeme miteinander. Hast du beispielsweise bereits eine WaWi in deinem Ladengeschäft etabliert, kann sie mittels Connector an dein Shopsystem angebunden werden.

Connectoren sind jedoch häufig fehleranfällig, nicht updatesicher und führen zu zeitlichen Verzögerungen, da die Daten immer wieder synchronisiert werden müssen. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass du online und offline gleichzeitig mehr Produkte verkaufst als du auf Lager hast. Da die Daten nur in gewissen Zeitabständen synchronisiert werden, merkst du dies im Zweifel erst zu spät. Das hat nicht nur einen negativen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit, sondern beeinflusst auch zukünftige Kaufentscheidungen.

Es gibt jedoch einen Weg, diese negativen Kundenerlebnisse zu umgehen: Denn Echtzeitsynchronisation und zentrale Datenhaltung vermeiden Überverkäufe. So kannst du selbst bei parallel laufendem Online- und Offlinehandel in Echtzeit deinen Bestand nachverfolgen. Eine höhere Kundenzufriedenheit ist dir damit garantiert. Wenn du dies sicherstellen möchtest, solltest du nach einer Lösung mit Echtzeitsynchronisation Ausschau halten, die im besten Fall auch nur auf einer einzigen Datenbank arbeitet.

Welche weiteren Vorteile eine integrierte Warenwirtschaft bietet, besonders mit Blick auf Datenkompatibilität, Qualität des Supports und Softwarekompatibilität, erklären wir im 2. Teil des Leitfadens.



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