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Lager
| 28.04.2022

Welche Lagerverfahren gibt es? (LIFO, FIFO, FEFO, HIFO, LOFO)

Lagerverfahren wie LIFO und FIFO helfen dir bei der Planung und Kontrolle deiner Wareneingänge und -ausgänge und stehen in enger Verbindung mit deinem genutzten Lagersystem und den Produkten, die du anbietest. Zusätzlich zu den zwei gängigsten Verfahren LIFO und FIFO gibt es weitere Methoden, die du in deinem Lager anwenden kannst. Die verschiedenen Lagerverfahren beschreiben, in welcher Reihenfolge Produkte in deinem Lager ein- und ausgelagert werden und an welchem Lagerplatz sie gelagert werden. Auch bei der Bewertung deines Warenbestands spielt dein gewähltes Lagerverfahren eine wichtige Rolle, da zu unterschiedlichen Zeitpunkten erworbene Produkte über verschiedene Einkaufspreise verfügen können. Wir erklären dir, welche Lagerverfahren du nutzen kannst, um deine Ein- und Auslagerung zu planen und für wen sie geeignet sind.

LIFO: Last In First Out

Das Lagerverfahren LIFO ist die unter Einzelhändlern gängigste Methode zur Ein- und Auslagerung. Die Reihenfolge von LIFO sieht vor, dass Produkte, die zuletzt in deinem Lager eingetroffen sind, dieses auch als erstes wieder verlassen. Zur optimalen Umsetzung in deinem Lager empfiehlt sich daher der Einsatz von Einschub- oder Einfahrregalen, die leicht befüllt und geleert werden können. Um Transportwege zu verkürzen, sollte es nur einen Gang zum Ein- und Auslagern geben. Durch das schnelle Auslagern neuer Produkte ist LIFO insbesondere für unverderbliche Produkte ohne Ablaufdatum geeignet. Neben FIFO ist LIFO eine der zwei Methoden, die steuerrechtlich zulässig sind, um zum Jahresende deinen Bestand zu bewerten.

LIFO Verfahren

FIFO: First In First Out

First In First Out bedeutet, dass Produkte die zuerst in deinem Lager eingetroffen sind auch zuerst wieder ausgelagert werden. Das FIFO-Verfahren wird daher häufig auch als Verbrauchsfolgeverfahren bezeichnet. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die ältesten Produkte zuerst verkauft werden. Daher eignet sich FIFO unter anderem für verderbliche Waren, die aufgrund ihres Mindesthaltbarkeitsdatums nicht auf unbegrenzte Zeit vor Ort lagern können. Um bei der Ein- und Auslagerung nicht den Überblick zu verlieren, sollte es für die einzelnen Arbeitsschritte getrennte Wege zum Be- und Entladen der Lagerfläche geben.

FIFO Verfahren

FEFO: First Expired First Out

In Erweiterung zu FIFO, bei dem lediglich das Datum der Einlagerung eine Rolle spielt, wird beim FEFO-Verfahren auch das Mindesthaltbarkeits- oder Verfallsdatum der Produkte berücksichtigt. Das FEFO-Verfahren folgt einem ähnlichen Ablauf wie das FIFO-Verfahren und sieht vor, dass Artikel nicht lange einlagern sondern schnellstmöglich wieder ausgelagert werden bevor sie verderben. FEFO eignet sich besonders für Händler in der Lebensmittelbranche, da es maßgeblich dazu beiträgt, verderbliche Produkte vor ihrem Verfallsdatum auszulagern und so das Risiko von finanziellen Einbußen durch verdorbene Waren schmälert. Für die Lagerplätze ist wichtig, dass die Produkte so eingeräumt werden können, dass die Reihenfolge der Verfallsdaten für alle Lagermitarbeiter erkenntlich ist.

FEFO Verfahren

HIFO: Highest In First Out

Mit dem Lagerverfahren HIFO werden stets die Produkte mit dem höchsten Einkaufspreis als erstes ausgelagert. Durch die zahlreichen Bestandsbewegungen, die stattfinden müssen, um die teuersten Produkte zum Auslagern bereitzustellen, ist das HIFO-Verfahren relativ aufwändig. Mithilfe von Bestandslisten müssen deine Lagermitarbeiter nicht nur zunächst feststellen, welches die teuersten Produkte sind. Im Anschluss müssen sie diese auch passend umsortieren. Geeignet ist das Verfahren insbesondere für Unternehmen, die teure Rohstoffe nutzen oder lagern. Da stets die teuersten Produkte ausgelagert werden, wird die Bindung von Kapital vermindert und teure Produkte vor zeitgeschuldeter Wertminderung geschützt.

HIFO Verfahren

LOFO: Lowest In First Out

Im Gegensatz zu HIFO werden bei dem LOFO-Verfahren immer die Produkte mit dem Im Gegensatz zu HIFO werden bei dem LOFO-Verfahren immer die Produkte mit dem günstigsten Einkaufspreis als erstes ausgelagert. LOFO findet in der Praxis selten Anwendung, da es ähnlich wie HIFOzeitintensiv ist, die Produkte kontinuierlich nach dem Preis zu sortieren. Da mit LOFO nur die teuren Produkte im Lager verweilen, bindet das Verfahren zum einen Kapital und sorgt zum anderen für einen hohen Wert des vorrätigen Warenbestands. Ein Vorteil von LOFO ist, dass die Produktion günstig fortlaufen kann, da die Verbrauchskosten im Verhältnis zu den gelagerten Produkten relativ gering sind.

LOFO Verfahren

Fazit

Wir hoffen, dieser Beitrag verschafft dir einen besseren Überblick über die verschiedenen Arten der Lagerverfahren von den zwei gängigsten Verfahren LIFO und FIFO bis hin zu den weniger verbreiteten Verfahren FEFO, HIFO und LOFO. Welches Lagerverfahren du nutzt, um deine Produkte ein- und auszulagern solltest du in Abhängigkeit von deinem Produktsortiment sowie der Beschaffenheit deines Lagers entscheiden. Die zwei steuerrechtlich erlaubten Verfahren zur Bewertung deines Warenbestands am Jahresende sind LIFO und FIFO.

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