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Kassensystem
| 03.11.2022

So findest du den passenden Bondrucker für dein Kassensystem

Kassenbondrucker werden generell für den Ausdruck der Belege unterschiedlicher Transaktionen genutzt. Sie haben ein kleineres Format als normale Drucker und sind auf Geschwindigkeit und den günstigen Druck ausgelegt. Sie werden teilweise auch als POS-Drucker bezeichnet und spielen an deiner  Kasse eine besonders wichtige Rolle, denn die Ausgabe eines Kassenbons wird in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschrieben. 
Bei der Wahl eines geeigneten Bondruckers gibt es einige Kriterien, die du berücksichtigen solltest. Nachfolgend haben wir daher eine Übersicht der verschiedenen Bondrucker-Arten sowie deren Funktionen und Vorteile zusammengestellt.

Was ist beim Kauf eines Kassenbondruckers generell zu beachten?

Seit 2020 sind in Deutschland gedruckte Kassenbons Pflicht, sobald ein elektronisches Kassensystem eingesetzt wird. Die Hardware ist an deiner Kasse also nicht wegzudenken. Beim Kauf eines Kassenbondruckers solltest du jedoch beachten, dass dieser auch mit deiner Kassensoftware kompatibel ist. Er muss darüber hinaus den gesetzlichen Anforderungen wie der GoBD entsprechen. Vor dem Kauf sollte der mögliche Standort sowie der Platzbedarf des Druckers beachtet werden, denn der Kassenbondrucker sollte nicht deinen Verkaufsablauf stören oder wichtige Freiflächen besetzen. Idealerweise beziehst du das Kassensystem und den Kassenbondrucker vom gleichen Anbieter.

Folgende Mindestangaben muss ein Kassenbon enthalten:

  • Name und Anschrift des Rechnungsstellers
  • Ausstellungsdatum
  • Menge, Artikelbezeichnung und Einzelpreis
  • Gesamtbetrag sowie Netto- und Bruttobetrag
  • Anzuwendender Mehrwertsteuersatz
  • TSE-Signierung der jeweiligen Transaktion

Arten von Bondruckern

Stationäre Bondrucker

Diesen Typ des Bondruckers findet man vor allem im Einzelhandel mit stationären Kassen sowie bei Dienstleistern wie Friseuren oder in Kosmetikstudios. Hier ist der Drucker oft per Kabel über eine USB-Schnittstelle oder einen Ethernet-Anschluss direkt an das Kassensystem angeschlossen, hat also seinen festen Platz neben der Kasse. Um die Anzahl der Kabel auf der Ladentheke zu reduzieren, kann auch auf ein Modell zurückgegriffen werden, das eine drahtlose WLAN-Verbindungen unterstützt. Stationäre Bondrucker sind günstig in der Anschaffung und arbeiten schnell. Der Druck des Kassenbons wird über eine entsprechende Funktion der Kassensoftware angestoßen. 

Mobile Bondrucker

Mobile Drucker finden sich vor allem in der Gastronomie oder dort, wo der Drucker keinen fixen Standplatz hat und eine Energieversorgung über das Stromnetz nicht möglich ist. Das Servicepersonal in Restaurants und Cafés kann den Bon direkt am Tisch drucken und ausgeben. Der mobile Drucker wird drahtlos über eine Bluetooth-Schnittstelle mit der Kasse verbunden und ist akkubetrieben. Der Nachteil dieser Geräte: Sie sind in der Regel langsamer und teurer in der Anschaffung als stationäre Bondrucker.

Hybride Drucker / Mehrstationendrucker

Mehrstationendrucker decken einen ganz speziellen Anwendungsfall ab, weil sich mit diesen Druckern neben Kassenbons auch A5-Formate für Lieferscheine und Rechnungen drucken lassen. Sie sind beispielsweise im Möbelhandel stark verbreitet, da hier zusätzlich zum Bon auch Bestellbestätigungen ausgedruckt werden müssen. Neben dem Thermodruck beherrschen diese Geräte auch den Nadeldruck zur Erzeugung von Durchschriften.

Druckarten

Der Thermodruck 

Mit einem Thermodruckkopf bzw. einer Thermoleiste wird direkt auf ein thermosensitives Spezialpapier gedruckt, welches sich bei Erhitzung schwärzt. Die Ausdrucke sind meist einfarbig. Thermodrucker haben den Vorteil, dass sie sehr schnell und sehr leise sind. Außerdem sind Thermodrucker praktisch wartungsfrei, da keine Farbbänder oder Druckerpatronen benötigt werden. Die Erstellung von Durchschlägen ist jedoch nicht möglich, da Thermopapier bei falscher Aufbewahrung (z. B. in der Sonne) relativ schnell verblasst und somit nicht sehr langlebig ist. Der Thermodruck ist das inzwischen am weitesten verbreitete Verfahren. Thermopapier ist zwar etwas teurer als Normalpapier – jedoch spart man die bei Nadeldruckern benötigten Farbbänder.

Der Nadeldruck (Matrix-Druck) 

Nadeldrucker drucken dokumentenecht auf Normalpapier. Neben den Bonrollen müssen hier auch Farbbänder gekauft und gewechselt werden. Zu den größten Vorteilen des Nadeldruckers gehört seine Fähigkeit, Durchschläge und zweifarbige Ausdrucke zu erzeugen. Aufgrund ihrer Lautstärke ist ihr Einsatz in eigenen Branchen undenkbar. Für die Nutzung im Lager mit sowieso erhöhtem Geräuschpegel sind sie wiederum geeignet. Beim Nadeldruck, der auch Matrixdruck genannt wird, werden Nadeln einzeln angesteuert und das Druckbild über ein Farbband aufs Papier gebracht. Nadeldrucker beherrschen drei Druckmodi: Draft (Entwurfsqualität, bei der man noch Pünktchen sieht), NLQ (Near Letter Quality) und LQ (Letter Quality). Je höher der Druckmodus, umso länger dauert der Ausdruck. Dafür ist die Druckqualität entsprechend höher. 

Der Tintenstrahldruck 

Tintenstrahldrucker sind die einzigen Drucker, die Bons farbig drucken können. Dabei wird die Tinte mittels winziger Düsen aufs Papier gedruckt. Diese Fähigkeit hat ihren Preis: Zum einen ist die Druckgeschwindigkeit nicht optimal und zum anderen sind die Kosten für Druckertinte relativ hoch. Die Druckerpatronen müssen regelmäßig ausgewechselt werden.

Anschlussmöglichkeiten

Im Prinzip können die Anschlussarten von Kassenbondruckern in zwei Kategorien eingeteilt werden: Zum einen gibt es die kabellosen Anschlussmöglichkeiten via WLAN und Bluetooth. Zum anderen die traditionellen Steckverbindungen via LAN-Kabel. 

USB

Fast alle Bondrucker unterstützen die USB-Schnittstelle. Hierbei handelt es sich um eine kabelgebundene Anschlussmöglichkeit, die praktisch an jeder Kassenhardware – egal ob PC, POS-Hardware oder Tablet – zur Verfügung steht. Grundsätzlich kann über das USB-Kabel das angeschlossene Gerät – in diesem Fall der Drucker – mit Energie versorgt werden, wodurch ein zweites Kabel für den Stromanschluss des Gerätes entfällt. 

Ethernet / LAN

Ein Ethernet-Anschluss über eine RJ-45-Buchse ist ebenfalls bei vielen Bondruckern vorhanden. Darüber kann der Bondrucker per Kabel ins Netzwerk eingebunden werden und so von mehreren Anwendern bzw. Kassenplätzen aus gemeinsam genutzt werden. Dies dient auch der Erhöhung der Ausfallsicherheit, da der Bondrucker unabhängig vom Computer funktioniert. Auch bei Ethernet besteht die Möglichkeit, das Gerät über das Netzwerkkabel mit Strom zu versorgen. Dafür muss der Drucker PoE (Power Over Ethernet) unterstützen. Für die Stromversorgung von PoE-Geräten wird – quasi auf der anderen Seite des Kabels – ein PoE-Switch benötigt. Dieser kümmert sich wie ein „Verteiler“ um die Stromversorgung und die Netzwerkverbindung der angeschlossenen Geräte.

WLAN

Diese kabellose Alternative zur Anbindung des Bondruckers ist heutzutage ebenfalls sehr beliebt. Per WLAN-Anbindung ist wie bei einem LAN-Anschluss das „Sharing“ von Bondruckern im Netzwerk möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass zwischen Drucker und dem POS-Terminal/Tablet kein Kabel notwendig ist. Diese Option ist besonders effizient, weil der Drucker so einfach unter der Ladentheke verschwinden kann. WLAN ist auch dann die bevorzugte Anschlussvariante, wenn die Kassenhardware über keinen LAN- oder USB-Anschluss verfügt bzw. ein solcher bereits anderweitig genutzt wird, so wie bei einem Tablet z. B. für die Stromversorgung. Allerdings muss eine optimale und stabile WLAN-Verbindung bestehen, da ansonsten Störungen auftreten können.

Bluetooth

Bluetooth ist ein standardisiertes Funkverfahren für die kabellose Datenübertragung zwischen Mobilgeräten. Praktisch alle aktuellen Tablets und Mobiltelefone sowie die meisten Laptops unterstützen diesen Industriestandard. Bei POS-Hardware wird der Standard daher ebenfalls immer beliebter.

Funktionen eines Bondruckers

Druckbreite / Bonbreite

Wer sich einen Bondrucker anschaffen möchte, muss sich nicht nur für eine Drucktechnologie entscheiden, sondern auch noch andere Kriterien im Blick haben. Da wäre zum Beispiel die Breite des Bons. Bondrucker gibt es für Bonbreiten von 58 mm und 80 mm. Hier ist die breitere Variante zu empfehlen, weil sich die Informationen auf Bons mit 80 mm leserlicher darstellen lassen.

Druckgeschwindigkeit

Die Art des Einsatzes ist maßgeblich für die benötigte Druckgeschwindigkeit. In Läden mit hoher Kundenfrequenz wie Bäckereien und im Lebensmittelhandel werden täglich viele Bons gedruckt. Hier empfiehlt sich die Anschaffung eines Bondruckers mit sehr hoher Druckgeschwindigkeit. Das ist besonders wichtig, weil die Bons zum Beispiel im Lebensmittelhandel sehr lang werden können. Ein schneller Thermodrucker druckt mit 250 – 300 mm/s, d. h. ein typischer Beleg mit bis zu 30 cm Länge ist in weniger als einer Sekunde fertig. 

Druckkosten

Ein Rechenbeispiel: Thermodrucker benötigten keine Druckertinte oder Farbbänder, sondern nur Bonrollen aus Thermopapier. Eine Bonrolle mit 80 m kostet rund einen Euro. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Bonlänge von ca. 15 cm sind das 0,2 Cent pro Bon.

Bonrollen

Bonrollen gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Diese beziehen sich vor allem auf die Haltbarkeit des Papiers. Die Qualitätsstufe „Long Life“ garantiert eine Haltbarkeit bis zu zehn Jahren. Zudem gibt es Spezialpapier für Lebensmittelkontakt, das bis zu 35 Jahre hält. Bei der Auswahl der Bonrollen sollte stets auf die Verträglichkeit des Papiers für den Menschen und die Umwelt geachtet werden.

Welche Features gibt es bei Bondruckern?

Cutter 

Eine wichtige Option bei Bondruckern ist der Cutter. Er kann den Kassenbon nach dem Ausdruck automatisch schneiden, sodass der Bon nicht manuell abgerissen werden muss. Durchschnittliche Cutter schaffen 1,5 Millionen Schnitte, halten also sehr lange. Man unterscheidet zwischen „Full Cut“ und „Partial Cut“. Wie der Name schon sagt, wird bei einem „Full Cut“ das Papier ganz durchgeschnitten, bei „Partial Cut“ bleibt eine kleine Ecke in der Mitte oder am Rand erhalten, sodass der Bon nicht herunterfällt, ‚No Cut‘ bedeutet: Die Kassenbons werden überhaupt nicht geschnitten. Eine integrierte automatische Schneideeinrichtung im Kassenbondrucker kann besonders in den Stoßzeiten sehr wertvoll sein, denn das Abreißen des Kassenbons ist eine Mehrbelastung für dein Verkaufspersonal. Außerdem kann eine manuelle Abrissvorrichtung zu unkontrollierten Beschädigungen führen, was einen erneuten Ausdruck des Kassenbons erfordert. Somit können die dadurch entstandenen Wartezeiten und die erhöhten Materialkosten eine automatische Schneideeinrichtung schnell ausgleichen. 

Kassenladenanschluss

Viele Drucker bieten einen Kassenladenanschluss über einen RJ-11-Stecker. So kann eine elektrisch zu öffnende Kassenlade direkt an den Drucker angeschlossen werden. Die Kassensoftware sendet in diesem Fall das Kommando zum Öffnen der Kassenschublade an den Drucker. Achte hierbei darauf, dass deine Kassensoftware auch die Kassenladenansteuerung des ausgewählten Druckerherstellers unterstützt.

Kundendisplay

Manche Bondrucker verfügen auch über eine Anschlussmöglichkeit für ein digitales Kundendisplay, auf dem der Kunde vor dem Bonausdruck den zu zahlenden Betrag sehen kann. Auch hier gilt: Die Ansteuerung ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Um es verwenden zu können, muss die verwendete Kassensoftware die Ansteuerung der jeweiligen Kundendisplays unterstützen.

Werbemittel

Der Kassenbon kann auch ein exzellentes Werbemittel sein. Du kannst beispielsweise Angebote für deine Kunden darauf abdrucken. Oder mit einem QR-Code das Kundenfeedback mittels Kassenbon einholen. Daneben kannst du dein Unternehmen mit dem Firmenlogo optimal präsentieren. Je breiter der Kassenbon ist, desto mehr Möglichkeiten hast du, deinen Kunden Informationen mitzuteilen.

Pickware POS Bondrucker

Im Hardware Store von Pickware bieten wir unter anderem eine Kassenschublade mit integriertem Bondrucker (mPOP) an. Alternativ kannst du dich auch für einen externen Bondrucker entscheiden. Beide Optionen sind Finanzamt-konform und dank des kompakten Designs sehr platzsparend.

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