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| 12.10.2023

Kommissionierzeiten im Überblick

Die Kommissionierung ist für viele Händler einer der aufwendigsten und teuersten Prozesse. Daher besteht hier ein hohes Potenzial, Zeit und Kosten einzusparen. Die eingesetzte Kommissionierstrategie spielt dabei eine wesentliche Rolle. Aber auch beim Materialfluss, der Artikelplatzierung und dem Lagersystem gibt es einige Stellschrauben. Wir erklären dir, in welche Phasen sich die Kommissionierzeit unterteilt, welche Aufgaben während der Phasen anfallen und geben konkrete Tipps, wie du sie optimieren kannst.

Phase 1: Die Basiszeit

Zur Basiszeit gehören die organisatorischen Arbeiten wie Informationsbeschaffung, Auftragszuweisung, Bereitstellung aller benötigten Hilfsmittel, etc. Um diese Phase effizienter zu gestalten, solltest du sicher gehen, dass alles gut vorbereitet ist und alle nötigen Hilfsmittel einsatzbereit und verfügbar sind. Ein ERP-System hilft dir beispielsweise dabei, Picklisten schneller und einfacher zu erstellen. Außerdem kannst du deine Bestände optimal anpassen.

Tipp 1: Lagerbestandsreduktion

Zwischen niedrigen Beständen, verbesserter Liquidität und hoher Lieferbereitschaft besteht häufig ein Konflikt. Fakt ist jedoch: Wenn du dein Lager zu sehr füllst, um Lieferengpässe zu vermeiden, minderst du deine Liquidität und erschwerst die Kommissionierung, da dein Lager unübersichtlich werden kann. Eine korrekte Bedarfsprognose auf Basis einer künstlichen Entscheidungsintelligenz ist daher sehr hilfreich. Pickware ERP bezieht relevante Daten aus deinem Warenwirtschaftssystem und berechnet daraufhin optimierte Prognosen und Bestellvorschläge für jeden Artikel. Du erhältst Informationen zu kritischen Bestellungen und Bestellzeitpunkten und hast jederzeit die Möglichkeit, die Entscheidungen des Systems aufgrund von Erfahrungswerten zu übersteuern. Somit bist du in der Lage, deine Bestände übersichtlich zu halten und trotzdem lieferfähig zu bleiben.

Phase 2: Die Wegzeit

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um den Zeitaufwand, der den Weg zum Aufbewahrungsort der Ware umfasst. Deine Mitarbeiter sollten dein(e) Lager in und auswendig kennen, damit zu lange Wege vermieden werden. Du kannst Laufwege zusätzlich mit Durchlaufregalen und der Bestimmung eines Hauptgangs optimieren. Kommissionierfahrzeuge sind abhängig von der Lagergröße ebenfalls hilfreich.

Tipp 2: Die richtige Kommissionierungsart

Bei der Wahl einer passenden Kommissionierungsart kommt es ganz auf dein Unternehmen an. Je nach Lagerstruktur, Anzahl täglicher Bestellungen, Artikelgewicht und -größe, Anzahl von Bestellpositionen etc. unterscheiden sich die Anforderungen sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kommissioniermethoden. Prinzipiell unterscheidet man zwischen einstufiger und mehrstufiger Kommissionierung.

Zur einstufigen Kommissionierung gehört die Einzelkommissionierung, auch serielle Kommissioniermethode genannt. Hier wird jeder Auftrag Position für Position abgearbeitet. Dabei durchläuft ein Mitarbeiter entweder alle Lagerzonen oder der Auftrag wird von Zone zu Zone weitergereicht. Daraus ergeben sich im Vergleich längere Bearbeitungszeiten aufgrund verlängerter Wegstrecken. Auch die eventuell ungleiche Auslastung einzelner Lagerzonen kann bei größerem Arbeitsaufkommen zur Herausforderung werden

Zur mehrstufigen Kommissionierung gehören die rollende Kommissionierung und die Sammelkommissionierung. Hierbei werden bis zu 20 Aufträge gleichzeitig bearbeitet. Bei einer großen Menge an Bestellung können somit die Wege optimiert und Zeit eingespart werden. Ergänzt durch sinnvolle Hardware wie mobile Barcodescanner, die dir die Wegoptimierung vorgeben, kannst du in dieser Phase viel Zeit einsparen. Erfahre mehr zu den unterschiedlichen Kommissionierungsarten auf unserem Blog.

Phase 3: Die Greifzeit

Diese Phase wird auch Pick- oder Entnahmezeit genannt. Sie beschreibt die Zeit, die für die Artikelentnahme bis hin zum Ablegen in der Kommissionierkiste benötigt wird. Platziere deine Artikel mit hohem Umschlag in leicht erreichbarer Griffhöhe und -tiefe im Regal. Dabei spielen Faktoren wie Gewicht, Artikelgröße und Empfindlichkeit eine entscheidende Rolle. Dank dynamischer Lagersysteme gelangen Packstücke selbstständig zum Regalende.

Tipp 3: Die richtige Lagergestaltung

Deine Lagergestaltung hat direkten Einfluss auf deine Kommissionierprozesse. Wie deine Waren aus den Lagerplätzen entnommen werden, hängt ganz von deiner Planung ab. Du kannst zum Beispiel nach dem FIFO-Prinzip (First In First Out) oder dem LIFO-Prinzip (Last In First Out) vorgehen. Die Wahl des richtigen Lagerverfahrens wird in der Regel von den gelagerten Waren bestimmt. Nur so ist sichergestellt, dass die älteste Ware immer zuerst versendet wird. Bei anderen Waren kann alternativ das LIFO-Prinzip genutzt werden. Ein schöner Nebeneffekt des FIFO-Prinzips: Es erlaubt die Preisgestaltung in Abhängigkeit vom Einkaufspreis. Steigt dieser für einen Teil der Ware an, kannst du die bereits gelagerten Artikel zunächst noch für den günstigeren Verkaufspreis anbieten. Wir haben bereits einen ausführlichen Ratgeber zur Lageroptimierung mit Tipps zum Lageraufbau, der Ausstattung und Beschriftung der Lagerplätze für dich veröffentlicht.

Wenn du die Umschlagshäufigkeit deiner Produkte analysierst, kannst du auch eine Artikelkonzentration in deinem Lager vornehmen.

Tipp 4: Die heiße Zone

Das Einrichten einer Hot-Picking-Zone ähnelt dem Erstellen eines weiteren Lagers in deinem bestehenden Lager. Diese Zone wird mit deinen am häufigsten bestellten Artikeln ausgestattet, die daraufhin schneller und zentral verfügbar sind. Das Identifizieren dieser Artikel wird somit schneller abgeschlossen. Diese Maßnahme ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn die Frequenz der Artikelbestellungen wirklich hoch ist und sich die Menge der einzelnen Produkte in Grenzen hält.

Phase 4: Die Totzeit

Während der Kommissionierung fallen zwingend auch unproduktive Nebentätigkeiten an. Dazu gehören das Suchen und Identifizieren der Artikel und/oder Lagerplätze, das Zählen, Wiegen, Abmessen, Etikettieren, Quittieren sowie Lesevorgänge und vieles mehr. Den Suchprozess kannst du durch deutliche und effektive Kennzeichnungen vereinfachen. Außerdem solltest du dein Lager digitalisieren, falls dies noch nicht geschehen ist.

Tipp 5: Automatisierung

Bei der Optimierung von Lagerprozessen, die einen Einfluss auf die Kommissionierzeit nehmen, spielen Automatisierung und Digitalisierung eine tragende Rolle. Durch die Integration eines automatisierten Kommissioniersystems wird die Liefergeschwindigkeit erhöht und Bestandsfehler vermieden. Der Schwerpunkt sollte auf der Automatisierung des Bestell- und Lieferprozesses liegen. Die Einzelzeiten der Kommissionierung und damit einhergehende Kosten werden deutlich verringert. Ein weiteres Plus dieser Optimierungen ist die Reduzierung von Fehlentnahmen, Inventurdifferenzen und all ihrer Folgen. Mit Pickware WMS steht dir ein System zur Seite, das die Kommissionierung mit digitalen Picklisten, der Hervorhebung von Expressbestellungen oder auch mit dem automatischen Druck von Versandetiketten und allen weiteren relevanten Dokumenten beschleunigt und erleichtert.

Phase 5: Die Verteilzeit

Auch die Verteilzeit gehört zu den eher unproduktiven Phasen der Kommissionierung, ist aber Teil jeder Arbeitszeit. Sie entsteht durch sachliche oder persönliche Gründe wie Pausen. Schaffe angenehme Arbeitsplatzbedingungen für deine Mitarbeiter und motiviere sie. Eine Vereinfachung der Prozesse mithilfe der oben genannten Tipps trägt sicherlich auch zu einem guten Arbeitsklima im Lager bei.

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