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| 07.06.2024

Kommissionierungsarten im Überblick – mehr Effizienz in deinem Lager

Einzelkommissionierung, Rollende Kommissionierung, Sammelkommissionierung – wie unterscheiden sich diese Kommissionierungsarten und für welche Bestellungen sollten sie eingesetzt werden? Erfahre hier, wie du mit der passenden Kommissionierstrategie für mehr Effizienz in deinem Lager sorgst.

Welche Kommissionierungsart ist die richtige?

Die Kommissionierung ist der teuerste Prozess in der Logistik. Demnach lohnt es sich durch effiziente und optimale Kommissionierprozesse Zeit und somit Kosten einzusparen. Die eingesetzte Kommissionierstrategie spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

Doch welche Kommissionierstrategie ist die beste? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Je nach Lagerstruktur, Anzahl täglicher Bestellungen, Produktgewicht und -größe, Anzahl Bestellpositionen etc. unterscheiden sich die Anforderungen sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kommissionierungsarten. Es kann sogar Sinn ergeben, alle drei Kommissionierarten in Kombination einzusetzen und situationsabhängig zu entscheiden, welche die meisten Vorteile bietet.

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Einzelkommissionierung

Die Einzelkommissionierung ist eine Kommissionierstrategie, bei der jede Bestellung einzeln abgearbeitet wird. Ein Lagermitarbeiter nimmt dabei eine Bestellung auf und kommissioniert die darin enthaltenen Positionen nacheinander. Anschließend wird der Auftrag am Packtisch weiterverarbeitet und für den Versand vorbereitet.

Diese Methode eignet sich besonders gut für kleinere Lager mit nur wenigen täglichen Bestellungen. Auch bei Bestellungen, die eine überdurchschnittlich große Anzahl an Produkten oder sehr sperrige und schwere Gegenstände enthalten, ist die Einzelkommissionierung sinnvoll. Allerdings ist zu beachten, dass diese Strategie aufgrund der separaten Bearbeitung der Bestellungen zu langen Laufwegen und einem höheren Zeitaufwand führen kann. Daher ist sie bei einer großen Anzahl an Bestellungen mit vielen kleinen Produkten oder Einpöstern nicht zu empfehlen. In solchen Fällen sollten andere Kommissioniermethoden in Betracht gezogen werden.

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Rollende Kommissionierung

Die rollende Kommissionierung, auch als Boxen-Kommissionierung bekannt, ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Bestellungen (typischerweise zwischen 6–9). Hierbei wird eine bestimmte Anzahl an Bestellungen gesammelt und jeder Bestellung eine eigene Kommissionierkiste auf einem Kommissionierwagen zugewiesen. Die Positionen der Produkte für alle Bestellungen werden in einer Pickliste zusammengefasst. Während der Kommissionierung sortiert der Lagermitarbeitende die Produkte direkt in die entsprechenden Kisten ein, sodass die Aufträge später am Packtisch kistenweise weiterverarbeitet und für den Versand vorbereitet werden können.

Diese Strategie ist besonders gut für mittelgroße bis große Lager mit einer hohen Anzahl an Bestellungen und vor allem für Produkte in kleiner Größe geeignet. Durch das parallele Bearbeiten mehrerer Aufträge entfallen unnötige Laufwege und es wird wertvolle Zeit gespart. Beachte jedoch, dass ausreichend breite Gänge im Lager benötigt werden, um den Kommissionierwagen problemlos zu bewegen. Zudem ist diese Strategie nur bei Produkten möglich, die direkt in Kisten kommissioniert werden können. Produkte, die eine besondere Handhabung erfordern, sind für die rollende Kommissionierung weniger geeignet.

Sammelkommissionierung

Die Sammelkommissionierung ermöglicht ebenfalls die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Bestellungen (typischerweise bis zu 20). Der Unterschied zur rollenden Kommissionierung liegt darin, dass alle Produkte in nur einen Behälter kommissioniert werden. Anschließend erfolgt die Zuordnung der Produkte zu den einzelnen Aufträgen am Packtisch, meistens durch einen zweiten Mitarbeiter.

Diese Strategie ist besonders geeignet für große Lager mit einer sehr hohen Anzahl an Bestellungen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte enthalten. Anders als bei der rollenden Kommissionierung müssen die Produkte hier nicht in gleich große Kommissionierkisten passen. Durch die Arbeitsteilung zwischen dem Kommissionierer und dem Packer werden äußerst kurze Kommissionierzeiten erreicht, und die große Anzahl gleichzeitig kommissionierter Aufträge reduziert die Laufwege.

Die Sammelkommissionierung erlaubt somit eine effiziente Abwicklung von umfangreichen und vielfältigen Bestellungen, was die Produktivität im Lager steigert und die Bearbeitungszeit deutlich verkürzt. Allerdings erfordert diese Strategie eine präzise Zuordnung der Produkte am Packtisch, um sicherzustellen, dass die richtigen Produkte den entsprechenden Bestellungen zugeordnet werden. Dies kann jedoch durch eine sorgfältige Organisation und effektive Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden erreicht werden.

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Tipps für deinen Kommissionierprozess

In der Praxis ist Pick-by-Paper, also das Kommissionieren mit Picklisten auf Papier, immer noch die meistgenutzte Kommissioniermethode, obwohl sie weder zeitgemäß noch effizient ist. Die Fehlerquote und der Zeitaufwand sind sehr hoch und es kann lediglich einzeln kommissioniert werden. Eine flexible und dynamische Kommissionierung mit rollender oder Sammelkommissionierung ist unmöglich. Mittels barcodebasierter Kommissionierung mit digitalen Picklisten auf mobilen Geräten optimierst du deine Prozesse im Versand und minimierst Packfehler.

Der Einsatz einer digitalen Picklösung bietet dir außerdem die Möglichkeit, individuelle Pickprofile anzulegen. Hiermit können deine Mitarbeitenden die kommissionierbereiten Bestellungen für die einzelnen Kommissionierarten beispielsweise nach Einpöster-Bestellungen oder Bestellungen mit besonders vielen oder großen Produkten filtern. Mit den mobilen Scannern ist ein flexibler Wechsel der Kommissionierstrategie mit wenigen Klicks möglich. So passt du deine Arbeitsweise optimal den aktuellen Gegebenheiten an und nutzt das Potenzial der dynamischen Kommissionierung, bei der du verschiedene Kommissionierungsarten einsetzt.

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